Planteam-Mittelhessen

Kooperation freiberuflicher Planer

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"XPlanung" ist ein Teilprojekt im Rahmen des "Deutschland-Online"-Vorhabens "Geodaten", der nationalen E-Government-Initiative von Bund, Ländern und Kommunen unter dem Dach des Bundesministeriums des Innern. (siehe http://www.deutschland-online.de/ ).

Zielstellung dieses Projektes ist die Erstellung und Pflege einheitlicher Beschreibungsvorschriften für den xml-basierten Austausch von Planungsinformationen und –daten. Daran arbeiten Vertreter aus Öffentlichen Verwaltungen und der Wirtschaft in drei Arbeitsgruppen:

AG 1 Kommunale Implementierung

AG 2 Modellierung

AG 3 Marketing und Verbreitung

Die im Rahmen dieses Projekts bis dato erarbeiteten Vorschriften (XPlanGML 3.0) ermöglichen die einheitliche Beschreibung von Inhalten der Bauleitplanung. Die Beschreibung erfolgte auf der Grundlage des Baugesetzbuches (BauGB), des Raumordnungsgesetzes (ROG), des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatschG), der Baunutzungsverordnung (BauNVO) und der Planzeichenverordnung (PlanzV). Erweiterungen um kommunalspezifische Planungsinhalte wurden und werden auf Antrag der Kommunen in der AG 2 verifiziert und beschlossen.

Die aktuellen Spezifikationen der XPlanung sind unter xxxx?? abrufbar. Ebenso wird hier der Signaturenkatalog (SVG-Symbole und Styles) für die Präsentation der XPlanGML-Objekte vorgehalten.

Für die XPlan-konforme (XPlanGML 3.0) Erfassung/Umsetzung von Bauleitplänen gibt es verschiedene Möglichkeiten bzw. Erfassungsvarianten:

1.Erzeugung des Rasterbildes mit der Abbildung des Geltungsbereiches

2.Konvertierung vorhandener digitaler Ausgangsdaten

3.Erfassung des kompletten Planes als Vektordaten

4.Erfassung ausgewählter Planinhalte als Vektordaten.

Welche Erfassungsvariante zur Anwendung kommen soll, liegt in der Entscheidungshoheit der Kommune.

1. Erzeugung des Rasterbildes mit der Abbildung des Geltungsbereiches

Dabei wird, sofern noch nicht vorliegend, ein digitales Abbild der Planinhalte in Form von Rasterdaten erzeugt. Dafür werden analoge Planzeichnungen gescannt und georeferenziert (einschließlich Genehmigungsleiste, Legende und textlicher Festsetzungen). Die Legenden und textlichen Festsetzungen sind als separate Dateien gesondert bereitzustellen. Die Vektordaten des räumlichen Geltungsbereiches des Planes werden von analogen Planzeichnungen digitalisiert oder aus vorhandenen Datenbeständen übernommen. Sofern der Plan in mehrere Bereiche unterteilt ist, werden die Geltungsbereiche der einzelnen Plan-Bereiche erfasst.

Mithilfe der Vektordaten des Geltungsbereiches wird dann das Rasterbild der Planzeichnung innerhalb der Geltungsbereichsgrenzen „ausgeschnitten“ und zusätzlich zum Gesamtplan als XPlan-Objekt gespeichert. Ggf. einzeln vorliegende Kartenblätter werden dabei zu einem zusammenhängenden Rasterbild montiert und, wie gehabt, am Geltungsbereich „ausgeschnitten“.

Dies ist die einzige Möglichkeit, um derzeit einen rechtsverbindlichen Plan rechtssicher abzubilden.

In den nachfolgenden Ausbaustufen können weitere Daten zu den Plänen erfasst und die einmal gebildeten XPlan-Objekte mit diesen Informationen angereichert werden. Ältere Planwerke, die kein Baupotential mehr aufweisen, werden nur in dieser Ausbaustufe erfasst.

2. Konvertierung vorhandener digitaler Ausgangsdaten

Hier werden zusätzlich zur Erzeugung des Rasterbildes mit der Abbildung des Geltungsbereiches vorhandene digitale Daten (als Vektoren vorliegend) nach XPlanGML umgesetzt. Dazu ist es im Vorfeld notwendig, die möglicherweise von XPlanGML abweichende Semantik der Quelldatenbestände (Datenmodell und –struktur) an die Semantik von XPlanGML anzupassen.

3. Erfassung des kompletten Planes

Dabei werden alle Planinhalte eines Planes digitalisiert. Auch hier ist der erste Schritt wieder die Erzeugung des Rasterbildes mit der Abbildung des Geltungsbereiches (1. Erfassungsvariante). Im Gegensatz zur 4. Erfassungsvariante werden hier alle Planinhalte eines Bauleitplanes digitalisiert.

4. Erfassung ausgewählter Planinhalte

Dieses Szenario stellt einen Kompromiss dar. Man trägt dem relativ hohen Aufwand Rechnung, der entsteht, wenn ein Bauleitplan mit allen Planinhalten digitalisiert wird. Im Gegensatz zur 3. Erfassungsvariante werden nur ausgewählte Planinhalte eines Bauleitplanes digitalisiert. Im Minimum sollten aber die sogenannten Flächenschluss-Objekte (vgl. Objektmodell: Bauflächen und Freiraumobjekte) digitalisiert werden.

Basis ist auch hier wieder die Erzeugung des Rasterbildes mit der Abbildung des Geltungsbereiches (1. Erfassungsvariante).

 

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